CHRONIK

2019

  • 5.12. 2019: In Hinsicht auf die bevorstehende Rheinministerkonferenz 2020 in Amsterdam, haben die Umweltverbände der Rheinanliegerstaaten (Salmoncomeback Koalition) ihre gemeinsame Stellungsnahme veröffentlicht. > Brief (französisch und deutsch)
  • 19.11. 2019: Eine Delegation des Deutschen Angelfischerverband e.V. übergibt dem holländische Parlament in Den Haag eine Petitiondie von 23 weiteren deutschen, französischen und schweizerischen Organisationen unterschrieben. Sie fordern die kommerzielle Netzfischerei am Haringvlietdamm im Mündungsbereich des Rheins neu zu überdenken.  > mehr info
  • August 2019: EU-Kommission fordert FRANKREICH auf, die Anstrengungen zu verstärken, um die ökologisch vorgegebene Abflussmenge des Rheins wiederherzustellen. >mehr infos
  •  4-5 Juli 2019: Frankreich stellt seinen Gesamtplan für die Wiederherstellung der ökologischen Kontinuität des Rheins zwischen Rhinau und Vogelgrün mit. In dem Plan wird die ursprüngliche Verpflichtung  Frankreichs die Durchgängikeit bis Basel bis 2020 herzustellen fallengelassen. Der Plan sieht aber die Durchwanderbarkeit der Schlaufen und eine Aufwertung der Nebengewässer vor. Die Delegationen Deutschlands, der Schweiz und der Niederlande sowie die NGOs aus diesen Ländern reagierten scharf auf diesen Vorschlag und warfen Frankreich vor, der Verpflichtung die Staudämme Rhinau, Marckholsheim  Staudämme mit Fischpässen zu versehen erst im 2043 nachkommen zu wollen.

2018

  • 16.12. 2018,  ERN unterstützt von der Salmoncomeback Koalition reicht eine EU Beschwerde gegen Frankreich ein (Nichteinhaltung der WRRL bei der Erstellung der Fischdurchgängigkeit am deutsch-französischen Rhein). >Mehr infos
  • 15.11. 2018, Niederlande weihen Haringvlietöffnung ein.  >Medienmitteilung
  • Juli 2018,  Anlässlich der IKSR Plenarsitzung zieht Frankreich das von den NGOs bekämpfte Projekt eines „Mobilen Fischpasses“ ( Transport der Lach per Schiff) zwischen Rhinau und Vogelgrün zurück. Ein Alternativvorschlag wir nicht vorgestellt.

2017

  • November 2017 : der deutsche Naturschutz-Ring tritt der SalmonComeback Kampagne bei
  • 21.06.2017 : SalmonComeback fordert in einem Brief den neuen franz. Umweltminister Nicolas Hulot auf, das Projekt „Mobiles Fischpass zwischen Rhinau und Vogelgrün“ einzustellen und bis 2020 die Fischtreppen in Rhinau, Marckolsheim und Vogelgrün zu bauen. Medienmitteilung, Brief französisch

2016

  • 20. Mai 2016, Event anlässlich des „World fish migration day“ in Basel (organisiert vom WWF Schweiz). Am „World fish migration day„, welcher alle zwei Jahre stattfindet, werden auf der ganzen Welt Events veranstaltet um auf die Bedeutung von freien, durchgängigen Flüssen und die Thematik der Wanderfische aufmerksam zu machen.
  • 19. Mai 2016, Einweihung des Fischpasses am Kraftwerk in Strasbourg. Siehe Presseberichte und Lachs Comeback Koalition interview (in Französisch, Presse-Artikel  DNA und RUE 89)
  • Mai 2016: offizieller Brief ans französische Umweltministerium um den Brief der Europäischen Kommission (auf Englisch) zu unterstützen, welche Frankreich dazu aufforderte, in Rhinau, Marckolsheim und Vogelgrün nachhaltige Fischpässe zu installieren und welcher bestätigte, dass der vorgeschlagene mobile Fischpass nicht genug wäre. Lesen Sie den Brief (auf Französisch)
  • 22. März 2016, Teilnahme an einem Workshop zu Vogelgrün in Koblenz, organisiert von der IKSR, mit Partizipation der EDF

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2015

Das dritte Jahr der “Salmon Comeback” Kampagne drehte sich hauptsächlich um mediale Aktionen, sowie um juristische Vorstösse in Richtung französische Regierung und EDF. Diese sollten gewährleisten, dass die versprochenen Massnahmen auch umgesetzt werden, welche die Fischwanderung entlang des Rheins schliesslich wieder ermöglichen würden. Ein anderes Ziel während dieses Jahres war, endlich den konkreten Zeitplan für die geplanten Arbeiten zu erhalten und diskutieren zu können, die Effizienz des geplanten mobilen Fischpasses zu prüfen und, mit der fachlichen Unterstützung des Netwerks und der Koalition, mögliche Alternativen vorschlagen zu können.

Kampagnenaktivitäten

  • 1-3 Oktober 2015: Organisation eines internationalen Symposiums zum Atlantischen Lachs in Huningue im Elsass. Insgesamt nahmen an allen Seminartagen rund 120 Personen teil, 40  davon besuchten ebenfalls die anschliessenden Exkursionen. >Link zum Summit.
    • Juni 2015 : mediale Aktion vor dem EDF Gebäude in Mulhouse (EDF Grand Est) um den genauen Zeitplan für die Ausführung der Arbeiten einzufordern. Ungefahr 20 Teilnehmer blockierten symbolisch mit einer 2.5m hohen Kartonmauer  die Zugänge zur EDF. Eine Trittleiter wurde dabei den EDF Mitarbeitern als symbolischer Fischpass angeboten. Die Delegation wurde anschliessend von der EDF empfangen. Siehe Pressemitteilung vom 4 Juni2015  französisch  oder  >deutsch
  • April 2015 : offener Brief ans französische Umweltministerium, welcher unsere generelle Unzufriedenheit mit der Haltung der EDF ausdrückte was die Wiederherstellung der ökologischen Vernetzung im Oberrhein anbelangt.>Brief in französchisch 

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Atlantic Salmon Summit in Huningue, 1-3. Oktober 2015 © ERN France

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2014

Im zweiten Jahr der “Salmon Comeback” Kampagne lag der Fokus auf Diskussionen und Treffen rund um die technische Machbarkeit der präsentierten Lösungen von Frankreich und der EDF bezüglich der Wiederherstellung der ökologischen Vernetzung des Oberrheins, wie an der Rheinministerkonferenz angekündigt (28. Oktober 2013).

Kampagnenaktivitäten

  • Dezember 2014: Diskussionen mit Vertretern des französischen Umweltministeriums, wo die Unzufriedenheit mi dem vorgeschlagenen Zeitplan der EDF sowie der Machbarkeit der Übergangslösung vorgebracht wurden.
  • November 2014: 18 Personen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz (Mitglieder der Internationalen Koalition der NGOs, sowie Bundesvertreter) und der EDF nahmen Teil an einer grenzübergreifenden Reise mit dem Thema “Restrhein-Revitalisierung”.   > Bericht.
  • September 2014: eine Delegation der NGO-Koalition nahm Teil am Vogelgrün Seminar, welches von der IKSR organisiert wurde. Das Seminar vereinte Wissenschaftler, NGOs, die EDF sowie Bundesvertreter aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Es wurden auch neue Lösungen (aus der Schweiz) zur Wiederherstellung der ökologischen Vernetzung in Vogelgrün präsentiert und diskutiert.
  • July 2014, Besuch der EDF Laboratorien in Chatou (France). In dem Research Center wurd ein model des Restrhein nachgebaut um die Auswirkungen der gewässerbaulichen Massnahmen zur Sedimentsmobilierung zu simulieren.
  • June 2014, Im Rahmen des des Projektes Lachs 2000 und der Unterstützeung durch lokale Behörden, den Fichern und dem WWF Schweiz, setzen Schulkinder in Birsfelden  3000 Junglachse in die Birs ein.
  • März 2014, Treffen mit der EDF um die Details der  Übergangslösung gemäss den Ankündigungen an Rheinministerkonferenz in Basel vom Oktober 2013 zu besprechen. Dieses Treffen wurde zugleich genutzt, um das Kraftwerk Strassburg und die Bauarbeiten für den Fischpass zu besichtigen

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Was erhalten wir im Jahr 2014? Mehr dazu

Im Jahr 2014 realisierten wir während den Treffen mit der EDF, wo es um die Umsetzung des portablen Fischpasses (Übergangslösung) ging, dass noch keine technisch machbare Lösung vorlag. Die vorgeschlagene Lösung würde noch langwierige Voruntersuchungen voraussetzen, welche die Installation des Fischpasses zwischen Rhinau und Vogelgrün weiter verzögern würden. Aus diesem Grund kamen wir zum Schluss, dass die EDF mit diesem “portablen Fischpass als Übergangslösung” wohl eine “versteckte Agenda” verfolgt, welche es ihr ermöglicht, die Anpassungen bei Marckholsheim, Rhinau und Vogelgrün weiter hinauszuzögern.

Der Vogelgrün Workshop, welcher 2014 von der IKSR zusammen mit internationalen Experten organisiert wurde, ermutigte uns allerdings wieder, da sich zeigte, dass technisch auf jeden Fall eine Lösung möglich wäre (einen traditionelle Fischpass mit einem Tunnel unter der Schleuse durch und entsprechendem Unterwassereingang). Demzufolge wäre es aus technischer Sicht möglich die Anlagen in Rhinau, Mackholsheim und Vogelgrün bis 2020 mit Fischpässen auszurüsten. Es zeigte sich deutlich, dass der vorgeschlagene portable Fischpass technisch schwierig umzusetzen wäre und ein Selektionsproblem  bzgl. der gefangenen Fische hätte (z.B. ausschliesslich Lachs).

Zusätzlich veranstalteten wir einige Meetings betreffend der Revitalisierung der Lebensräume im Alten Rhein. Schon bald wird der Alte Rhein nämlich wieder offen für den Lachs sein. Es ist deshalb nötig, die entsprechenden Lebensräume und Laichhabitate wieder aufzuwerten, damit er sich dort wieder erfolgreich fortpflanzen kann. Es wurde bereits einiges unternommen um den Alten Rhein wieder aufzuwerten, es bleibt aber nach wie vor einiges an Potential um die Qualität dieses aussergewöhnlichen Lebensraums weiter zu steigern. Um diesbezüglich die Diskussionen wieder zu lancieren und um die grenzübergreifende Kooperation wieder zu verstärken, wurden ebenfalls Treffen durchgeführt und Kontakte geknüpft.

2013

Im Jahr 2013 forderten wir von der französischen Regierung sowie von EDF, dass sie endlich entsprechende Massnahmen einleiten um die ökologische Vernetzung bei den Anlagen in Strasbourg sowie Gerstheim wiederherzustellen (die Installation von zwei Fischpässen mit einer gesamten Investitionssumme von 15 Mio. Euros pro Werk), dass sie in Rhinau, Marckolsheim und Vogelgrün ebenfalls mit der Planung von entsprechenden Fischwanderhilfen beginnen, sodass Wanderfische bis 2020 Basel wieder erreichen können und dass sie ein internationales Seminar zur Problematik in Vogelgrün organisieren.

Kampagnenaktivitäten

  • Oktober 2013, Übergabe der Petition mit 12’797 Unterschriften an einen Vertreter des französischen Ministers (Laurent Roy, Wasser Direktor) kurz vor der Ministerkonferenz. Vor der Ministerkonferenz fand eine symbolische Reise eines riesigen 4m Lachses durch die Strassen von Strasbourg (Frankreich), Freiburg im Breisgau (Deutschland) und Basel (Schweiz) statt.
  • September 2013, offizieller Brief an den französischen Umweltminister im Zusammenhang mit der lancierten Petition, Forderung eines klaren Statements und eines entsprechenden Zeitplans um das 2020-Ziel zu erreichen. Lesen Sie die Petition
  • Mai 2013, Treffen mit der EDF betreffend dem geplanten Zeitplan für die Wiederherstellung der ökologischen Vernetzung am Rhein.

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Petitionsübergabe an den Vertreter des Französischen Umweltministers, von links nach rechts : Ruedi Bösiger (WWF CH), Laurent Roy (french water Director), Roberto Epple (ERN France) © WWF Switzerland

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Was erhalten wir im Jahr 2014? Mehr dazu

Im ersten Jahr führte die Kampagne zu ermutigenden Ankündigungen seitens der EDF und der französischen Regierung betreffend der Wiederherstellung der ökologischen Vernetzung im Oberrhein. Die Umbauarbeiten in Strasbourg und in Gerstheim hatten begonnen oder wurden zumindest geplant. Im Oktober 2013, an der Rheinministerkonferenz in Basel, unterstrich der Vertreter des Ministers für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie Frankreichs Willen, die nötigen Bedinungen zu schaffen, damit der Lachs bis 2020 Basel wieder erreichen kann. Frankreich und die EDF hatten vereinbart, für die oberen 3 Dämme zweierlei Managmentpläne zu erstellen (kurz- und langfristig) um die Deadline von 2020 einhalten zu können. Als kurzfristige bzw. Übergangslösung präsentierten sie einen mobilen Fischpass, eine Unterwasserfalle, welche über die Schleuse gehoben werden könnte, die langfristige Lösung war ein “klassischer” Fischpass. Das Ministerium akzeptierte den Vorschlag der NGOs, 2014 gemeinsam mit der IKSR ein Seminar zu organisieren, wo die Erfahrungen bei Vogelgrün ausgetauscht und die damit verbundenen Probleme besprochen werden konnten.

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Übergangslösung zwischen Rhinau und Vogelgrün, Quelle: DN vom 16. Januar 2015
Source : DNA, January 16, 2015, document from EDF

Die EDF und Frankreich schlugen im Kraftwerk Rhinau ein spezielles Transport- und Fangsystem vor (einen sogenannten mobilen Fischpass).  Dieses sollte die aufwandernden Fische in einen Unterwasserkäfig leiten, welcher mit Rheinwasser durchflossen wird. Alle zwei bis drei Tage sollte dieser dann mittels Schiffen durch die Schleusen in Marckolsheim und Vogelgrün in den Alten Rhein hoch gezogen werden, wo er wieder geöffnet würde (siehe Bild). Zugleich sollten gemäss dem französischen Ministerium Rhinau und Marckholsheim aber auch mit “klassischen” Fischpässen ausgerüstet werden, diese würden vor 2020 aber noch nicht funktionsfähig sein. Nichtsdestotrotz existiert bis dato aber immer noch keine langfristige Lösung für Vogelgrün.

The „Salmon Come Back“ campaign is launched by WWF Switzerland and coordinated internationally by ERN (European Rivers Network)

The „Salmon Come Back“ campaign is launched by WWF Switzerland and coordinated internationally by ERN (European Rivers Network)
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